Sicherheiten bei Investmentfonds (offenen Fonds)?
Investmentstreuung vergrößert Schutz vor Totalverlust bei offenen Fonds
Wenn in eine Vielzahl von Wertpapieren investiert wird, kann eine gewisse Chancen- und Risikostreuung entstehen. Per Gesetz müssen deutsche Aktien-und Rentenfonds mindestens 16 verschiedene Titel enthalten. Offene Immobilienfonds müssen mindestens acht Grundstücke beinhalten. Für Investmentfonds hat der Gesetzgeber noch weitere Vorschriften geschaffen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) ist dafür zuständig, über die Einhaltung der Gesetzesvorschriften zu wachen.
Offene Fonds sind Sondervermögen
Die vielleicht wichtigste Vorschrift zum Schutz der Investmentfondsanleger ist, dass das Vermögen der Fondsgesellschaft nicht mit den Fondsanteilen des Investmentfondsanlegers in einen Topf geworfen werden darf. Die Fondsanteile eines Investmentfondsanlegers gehören zum sogenannten Sondervermögen. Dieses ist besonders geschützt. Es muss bei einer unabhängigen Depotbank gelagert werden. Selbst wenn die Fondsgesellschaft in Konkurs gehen würde, behält der Investmentfondsanleger seinen Anspruch an den Fondsanteilen.
Fonds haben normalerweise keine Kapitalerhaltsgarantie
Eine Kapitalerhaltsgarantie ist damit allerdings nicht verbunden. Übrigens ist auch bei geschlossenen Fonds in der Regel eine Kapitalerhaltsgarantie nicht vorhanden. Obwohl es mittlerweile die Möglichkeit gibt in Schiffsbeteiligungen mit Kapitalerhaltsgarantie zu investieren. Die Wertentwicklung eines Investmentfonds hängt vom Wert des Sondervermögens ab. Je nachdem in welche Werte der Investmentfonds investiert, können Gewinne und Verluste entstehen. Besonders bei spekulativen Investmentfonds sind hohe Gewinne und Verluste möglich. Manche Investmentfonds unterliegen starken Wertschwankungen (Gewinne und Verluste).
Börsentägliche Berichte bei Investmentfonds
Die Fondsgesellschaften müssen für alle ihre Fonds an jedem Börsentag einen Kurs festsetzen. Zudem sind sie verpflichtet, einen Rechenschaftsbericht zum Ende des Geschäftsjahres abzufassen. Halbjährlich Zwischenberichte. So kann sich der Investmentfondsanleger informieren und, wenn er möchte, einen Teil oder alle Anteile (normalerweise) kurzfristig verkaufen. Dies ist ein wesentlicher Vorteil von offenen Fonds im Gegensatz zu geschlossenen Fonds bzw. unternehmerischen Beteiligungen, wie z.B. Schiffsbeteiligungen, Lebensversicherungenfonds, Private-Equity-Fonds, ...
Fonds ohne Ausgabeaufschlag. Zusätzlich keine Transaktionskosten, ist dies möglich?
